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Herren 1 in Wolfenbüttel: BSV stürmt Richtung Tabellenspitze

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Herren 1 in Wolfenbüttel: BSV stürmt Richtung Tabellenspitze

Ungelesener Beitragvon Reiseleiter » So 7. Nov 2010, 02:33

Wegen der Viren-Angriffe auf unsere HP hier der Bericht vom Wolfenbüttel-Spiel:

Die Zweitliga-Basketballer des BSV Wulfen stürmen Richtung Tabellenspitze. Mit dem 72:69 (34:33)-Auswärtssieg bei den Herzögen Wolfenbüttel, dem vierten BSV-Sieg in Serie, verbesserte sich der Aufsteiger aus dem Norden Dorstens zwischenzeitlich auf Platz drei der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord. Die Wulfener rangieren punktgleich mit den Schwelmer Baskets, den Hertener Löwen und Rasta Vechta an der Spitze der Tabelle. Am Sonntag kann der RSV Stahnsdorf daraus noch ein punktgleiches Quintett machen. Die Liga profitierte von der überraschenden 82:85-Heimniederlage des bisherigen Spitzenreiters Schwelm gegen Bayer Leverkusen und des 75:85-Ausrutschers der Hertener Löwen bei Alba Berlin 2.

Aufgrund dieser Konstellation kann die Mannschaft von BSV-Erfolgstrainer Philipp Kappenstein am kommenden Samstag nach den Sternen greifen. Im Heimspiel gegen den etablierten Zweitligisten SC Rist Wedel aus dem Hamburger Vorort kann der BSV am kommenden Samstag in eigener Halle (13.11., 20 Uhr, Gesamtschule) seine Erfolgsserie ausbauen. Wedel verlor am Samstag zu Hause mit 73:75 nach Verlängerung gegen Aufsteiger SSV Lok Bernau. Aufgrund dieser Tabellensituation erwartet der BSV wieder über 500 Basketball-Fans am Wulfener Markt.

30 BSV-Schlachtenbummler begleiteten die Kappenstein-Combo am Samstag nach Wolfenbüttel, sahen ihren BSV aber erst einmal im Hintertreffen. 7:2 hieß es in der 4. Minute für die Herzöge, die ihr Heimspiel in die enge Sporthalle am Landeshuter Platz verlegt hatten. Doch für die Mannschaft von Philipp Kappenstein war die "Wittenbrink-Atmosphäre" in Wolfenbüttel kein Problem. Der in Halbzeit eins alles dominierende Joey Henley erzielte zum 9:9 den ersten Ausgleich, in Führung gehen konnte der Gast aber nicht. Mit der Sirene traf Martin Kemp per Dreier zur 21:18-Pausenführung für den Zweitliga-Methusalem aus Niedersachsen.

Für die erste Wulfener Führung sorgte in der 13. Minute dann ausgerechnet Steffen Hummelt per Dreier. Nach dreiwöchiger Pause war der Zwei-Meter-Mann aus Lette, wie Trainer Kappenstein vom bestandenen zweiten Staatsexamen beflügelt, ein wichtiger Faktor im Wulfener Spiel, insbesondere in der Verteidigung. Steve Briggs mit seinem ersten Feldkorb per Dreier zum 28:25 (14.) legte nach, zur Halbzeit lag Wulfen 34:33 vorne. Überragender Mann aber war Center Joey Henley, der unter den Körben kaum zu stoppen war. Schon beim Gang in die Kabine hatte der 25-jährige Amerikaner 17 Punkte und 10 Rebounds auf seinem Konto - double Double in nur 18 Minuten.

Überragender Mann im BSV-Trikot in Viertel drei war dann Routinier Jan Sprünken. Am Freitag war der ehemaliga Erstliga-Akteur 34 Jahre alt geworden, im dritten Viertel war der Flügelspieler trotz seiners Alters nicht zu halten. Mit einem Dreier zum 42:37 aus BSV-Sicht leitete er die beste Wulfener Phase ein (23.), mit einem Dreier zum 50:37 (25.) beendete Sprünken den 11:0-Run des BSV. Dazwischen trafen noch Henley am Brett und Briggs per Dreier. Und Jan Sprünken legte gleich noch einen Dreier zum 53:41 (27.) nach. Die mitgereisten Fans feierten ihren BSV, feierten aber auch die herausragende Defensivleistung ihrer Mannschaft. Wolfenbüttels US-Flügel Kareem Grant saß in Halbzeit zwei über acht Minuten entnervt auf der Bank. Wolfenbüttels Leistungsträger Henje Knopke wurde von der Wulfener Verteidigung fast total aus dem Spiel genommen, ihm gelang nur ein einziger Feldkorb in 35 Minuten. Ein Verdienst der BSV-Defense, allen voran wieder einmal Romeo Bakoa.

So ging der BSV mit einer 54:45-Führung ins Schlussviertel, hatte in den Vierteln zwei und drei jeweils nur 12 Punkte der Gastgeber zugelassen. Doch plötzlich agierte die Kappenstein-Combo wie gelähmt. Mit einem 8:0-Lauf verkürzten die Herzöge auf 53:54, drei Minuten lang scoerte der BSV nicht. Sprünkens Distanzwurf zum 56:53 (34.) und Henleys Freiwürfe zum 58:55 (35.) waren die einzigen BSV-Punkte in den ersten fünf Minuten des Schlussviertels.

Doch der BSV hatte noch ein Ass im Ärmel: Liga-Topscorer Steve Briggs. Der Amerikaner hatte bis zur 37. Minute gerade einmal acht Punkte markiert, zwei Feldkörbe. Zu diesem Zeitpunkt stand es 60:58 für den BSV. Es folgte die Gala des 24-jährigen BSV-Amerikaners. Der Pointguard entschied das Spiel fast im Alleingang: Er traf zum 62:58, erhöhte per Dreier auf 65:60 (37.), leitete das 67:61 von Nino Janoschek ein (38.) und legte selbst noch zum 69:61 (39.) nach. Die Vorentscheidung. Auch an der Freiwurflinie zeigte Steve Briggs keine Nerven, verwandelte sicher zum 71:63 - eine Minute vor Schluss. 9 von 11 BSV-Punkten innerhalb von drei Minuten - sensationell. Und spielentscheidend.

Seinen Beitrag zum Sieg hatte in dieser Phase aber auch BSV-Trainer Philipp Kappenstein geleistet. Völlig überraschend schaltete er in der Crunch Time auf Zonenverteidigung um - damit kam Wolfenbüttel überhaupt nicht zurecht. Gleichzeitig konnte Joey Henley in der Defense wichtige Luft schnappen, ohne vom Feld zu gehen. Ein kluger Schachzug des Wulfener Trainers. Dass es dann doch noch mal eng wurde, lag an einem Dreier von Martin Kemp zum 66:71 und einem Korb plus verwandeltem Bonus von Kareem Grant zum 69:71. Doch die letzte Aktion besaß der BSV. Nach einem taktischen Foul der Gastgeber 0,8 Sekunden vor Ende ging BSV-Center Nino Janschek an die Linie. Sekunden zuvor hatte er zwei Fahrkarten geschossen, diesmal behielt er die Nerven. Erst traf er sicher zum 72:69-Endstand, dann setzte er den zweiten Freiwurf bewusst auf den Ring, damit die Spieluhr zu ticken begann. Der Sieg war dem BSV Wulfen nicht mehr zu nehmen.

Fans und Mannschaft feierten den dritten Auswärtssieg im dritten Auswärtsspiel standesgemäß mit einer Humba. Wulfen stellt das einzige Team der gesamten ProB, das auswärts noch kein einziges Spiel verloren hat. Trainer Philipp Kappenstein und der sportliche Leiter Volker Cornelisen konnten ihr Glück nach dem Spiel kaum fassen: "Jetzt haben wir fünf Siege aus sieben Spielen - wer hätte vor der Saison geglaubt?!" Dennoch geht der Wulfener Blick weiterhin nach unten. Die Playdown-Plätze sind drei Siege entfernt - alles andere als ein Ruhekissen.

Aber aktuell strotzt das Team um Kapitän Philipp Lensing nur so vor Selbstbewusstsein. Ganz Wulfen freut sich auf den Heimauftritt seiner Basketballer am kommenden Samstag gegen den SC Rist Wedel. Zwei Stunden zuvor hat die Wulfener Zweitvertretung als ungeschlagener Landesliga-Tabellenführer im Spitzenspiel den Verfolger GV Waltrop in der Wittenbrinkhalle zu Gast.

BSV: Hummelt (3/1), Henley (25, 15 Reb.), Arndt, Reuter, Mazur (3 Reb.), Janoschek (5, 6 Reb.), Bakoa (2), Sprünken (16/3, 8 Reb.), Lensing (4) und Briggs (17/3). Wolfenbüttel: Boone (10, 8 Reb.), Nawrocki (5), Seebode (2), Grant (20), Korfhage, Knopke (4, 7 Reb.), Jeske, Granz, Beier (2), Sexton (10, 6 Reb.) und Kemp (16/4, 7 Reb.). Schiedsrichter/in: Henning, Oelfke. Zuschauer: 460.
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Re: Herren 1 in Wolfenbüttel: BSV stürmt Richtung Tabellenspitze

Ungelesener Beitragvon Reiseleiter » So 7. Nov 2010, 03:12

P.S.: Sollte Stahnsdorf am Sonntag gegen Braunschweig gewinnen, sieht die Tabelle der ProB Nord so aus:
1. Schwelm (5 Punkte aus 5er Vergleich)
2. Wulfen (4 Punkte aus 5er Vergleich)
3. Vechta (3 Punkte aus 5er Vergleich, 2 Punkte aus 3er Vergleich)
4. Stahnsdorf (3 Punkte aus 5er Vergleich, 1 Punkt aus 3er Vergleich)
5. Herten (3 Punkte aus 5er Vergleich, 0 Punkte aus 3er Vergleich)
Ist aber nur eine Momentaufnahme!!!! 8-)

P.P.S.: sollte Stahnsdorf verlieren, sieht es so aus:
1. Schwelm (5 Punkte aus 4er Vergleich)
2. Herten (3 Punkte aus 4er Vergleich, 2 Punkte aus 2er Vergleich)
3. Wulfen (3 Punkte aus 4er Vergleich, 1 Punkt aus 2er Vergleich)
4. Vechta (1 Punkt aus 4er Vergleich)
dito. 8-) 8-)

Gut wäre: Nächste Woche Wedel niederringen. Wird schwer genug.
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